Pressemitteilung April 2005

Bechterew - was nun (was tun)?

Die Krankenkassen sparen und die für Morbus-Bechterew-Erkrankte notwendige Therapie in Form von Gruppengymnastik wird nur noch für eine begrenzte Zeit bezahlt. Die Krankenkassen meinen, die Erkrankten müssten die gelernten Übungen nach einiger Zeit selbstständig durchführen können. Das stimmt aber nur bedingt, da sich die Krankheit immer weiter verschlimmert, sich die Beschwerden in der Wirbelsäule verlagern und deshalb auch die notwendige Gymnastik angepaßt werden muss. Morbus Bechterew ist vorrangig eine Störung des Immunsystems, bei der die Wirbelsäule total versteifen kann. Der Verlauf dieser schweren Erkrankung, an der laut Angaben der Rheumatologen 2% der Bevölkerung leiden, ist bei jedem verschieden. Die Symptome können unter anderem von Fersenschmerz über Ischiasschmerz, Rückenschmerz oder zu einer Entzündung des Auges gehen. Immens wichtig ist eine regelmäßig durchzuführende Morbus-Bechterew-spezifische Gymnastik.

Die DVMB bietet Morbus-Bechterew-Patienten die notwendige Hilfe zur Selbsthilfe. Die Vereinigung motiviert und gibt fachliche Ratschläge zur notwendigen, lebenslangen Therapie. Sie informiert und unterstützt bei persönlichen und beruflichen Schwierigkeiten. Sie hilft, mit der Erkrankung zu leben und gibt Aufklärung über sie und die aktuellen Therapiemöglichkeiten. Bei der Gründung der Selbsthilfegruppen stand die Selbsthilfe im Vordergrund des Therapieangebotes. Später übernahmen die Krankenkassen einen Anteil an den Kosten für die Gruppentherapie. Dies soll heute wieder weitgehend entfallen. Werden die Morbus-Bechterew-Erkrankten nun wieder alles selbst zahlen müssen?

Bei dem Treffen am 9.4.2005 in Mainz werden deshalb die Gruppensprecher der 26 Selbsthilfegruppen in Rheinland-Pfalz über die Durchführung der Gruppengymnastik und deren Finanzierung sprechen. Wie kann die notwendige Therapie angeboten werden ohne die finanzielle Hilfe der Krankenkassen?

Bechterewler brauchen Bewegung, Begegnung und Beratung!

Interessierte finden Informationen und Ansprechpartner bei der DVMB, c/o Winfried Wagner (Landesvorsitzender),
E-Mail: wagner@dvmb-rlp.de
oder im Internet unter www.dvmb-rlp.de .

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