Pressemitteilung Juli 2001

Morbus Bechterew - Erkrankte brauchen Bewegung
Krankenkassen-Kostenübernahme bei Funktionstraining muß erhalten bleiben!

Morbus Bechterew ist eine entzündliche, rheumatische Erkrankung, die zu totalen Versteifung der Wirbelsäule führen kann. In Deutschland leiden zirka 2 % der Bevölkerung an dieser teilweise äußerst schmerzhaften Erkrankung.

Was können die Erkrankten tun?

Neben der medikamentösen Therapie gegen die Schmerzen und die Entzündung hilft nur intensive Krankengymnastik. Sie kann den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen und ein Nachvornebeugen und Versteifen der Wirbelsäule mit allen daraus folgenden psychischen und physischen Problemen vermeiden. Diese Krankengymnastik muss ständig, alleine oder in der Gruppe, konsequent durchgeführt werden. Nur so kann das Fortschreiten der Versteifung verlangsamt werden. Dennoch entwickelt sich die Krankheit meistens weiter. Das bedeutet, dass sich auch die Krankengymnastik diesem veränderten Krankheitsbild ständig anpassen muß.

In 29 Therapiegruppen der DVMB, Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew Landesverband Rheinland-Pfalz finden diese krankengymnastischen Übungen im Funktionstraining statt. Das geschieht mit Hilfe und unter Anleitung von Physiotherapeuten, damit jede/r Erkrankte/r die richtigen Übungen durchführt.

Nun gehen jedoch einige Krankenkassen dazu über, die vom Arzt verordnete Therapie nicht mehr als Funktionstraining in Gruppen durchführen lassen zu wollen. Sie legen dem Einzelnen dar, er oder sie könne die erlernten Übungen auch alleine zu Hause durchführen. Dies ist jedoch sehr gefährlich, denn falsch ausgeführte oder unangemessene Übungen können eine Verschlimmerung der Erkrankung verursachen. Durch falsch durchgeführte Krankengymnastik kann der Schaden für die Krankenkassen und somit die Solidargemeinschaft wesentlich größer werden, z.B. dann, wenn die Erkrankten dadurch zu Frührentnern werden.

Die DVMB als Interessenvertretung der an Morbus Bechterew-Erkrankten fordert daher, dass das Funktionstraining in den Therapiegruppen der DVMB weiterhin von allen Krankenkassen wie bisher finanziell unterstützt wird.

Betroffene Kranke finden Information über Therapiegruppen und die Erkrankung Morbus Bechterew beim Landesvorsitzenden Armin Kühn, Tel.: 06372 / 4689 oder im Internet unter www.dvmb-rlp.de .

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