Pressemitteilung März 2004

Informationstag der Morbus-Bechterew-Erkrankten

Die Selbsthilfevereinigung von Morbus-Bechterew-Patienten besteht in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz seit 18 Jahren.
Die DVMB e.V. ist ein Zusammenschluss von bundesweit ca. 17.000 Mitgliedern. Sie bietet Morbus-Bechterew-Patienten die notwendige Hilfe zur Selbsthilfe. Die Vereinigung motiviert und gibt fachliche Ratschläge zur notwendigen, lebenslangen Therapie, sie informiert und unterstützt bei persönlichen und beruflichen Schwierigkeiten, sie hilft, mit der Erkrankung zu leben.
Sie gibt Aufklärung über die Erkrankung und ihre Therapiemöglichkeiten, zum Beispiel über die Begleiterkrankung einer Augenentzündung.
Nur wenige Erkrankte rechnen bei einer Iritis, einer Regenbogenhautentzündung des Auges, damit, dass sie eine rheumatische Erkrankung haben. Die Iritis, die unbehandelt bis zur Erblindung führen kann, ist ein Symptom bei Morbus Bechterew.

Morbus Bechterew ist vorrangig eine Störung des Immunsystems, bei der die Wirbelsäule total versteifen kann. Der Verlauf ist bei jedem Erkrankten verschieden. Es ist immer noch sehr langwierig, bis die Diagnose Morbus Bechterew gestellt werden kann, an dem laut Angaben der Rheumatologen 2% der Bevölkerung leiden. Die Symptome können unter anderem von Fersenschmerz über Ischiasschmerz, Rückenschmerz bis zu einer Entzündung des Auges gehen.
Wichtig ist eine regelmäßig durchzuführende Morbus-Bechterew-spezifische Gymnastik. In Rheinland-Pfalz bieten 26 Selbsthilfegruppen diese spezielle Gymnastik als Funktionstraining an. Alle Gruppen-Angebote lassen sich zusammenfassen unter dem Leitspruch:

Bechterewler brauchen Bewegung, Begegnung und Beratung!

Die Entzündung des Auges wird auch das Thema eines Referates von Dr. E. H. Grimm, Speyer sein. „Morbus Bechterew und Uveitis (entzündliche Erkrankungen des Augeninneren)“ heißt sein Referat beim 6. Morbus-Bechterew-Tag des Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V. der DVMB am 27. März 2004 im Lokal Weindorf am Technik-Museum.
Das Dr. Frank Trautmann, Mainz, befasst sich im zweiten Referat mit der Möglichkeit einer neuen medikamentösen Behandlung der Erkrankung. Sein Thema lautet: „Therapie des Morbus Bechterew TNF alpha (Remicade)“. Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, ärztlicher Berater der DVMB, Rheumatologe und Orthopäde, von den Diakonischen Anstalten Bad Kreuznach übernimmt die Moderation der ärztlichen Vorträge.

Nachmittags findet die 18. ordentliche Delegiertenversammlung der Selbsthilfevereinigung Morbus Bechterew statt. Hauptthema sind die Neuwahl des Landesvorstandes und die Problematik der Finanzierung des speziellen Funktionstrainings.

Interessierte finden Informationen bei der DVMB,
c/o Armin Kühn, Wiesenstr. 21, 66882 Hütschenhausen,
Tel.: 06372 / 4689 E-Mail: kuehn@dvmb-rlp.de oder im Internet unter www.dvmb-rlp.de .

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