Pressemitteilung März 2008

Morbus Bechterew macht den Rücken krumm
Morbus Bechterew: Delegiertenversammlung in Mainz


Die Krankheit Morbus Bechterew hat ihn gebeugt, untergekriegt hat sie ihn nicht. Seit über 40 Jahren leidet Ludger Maria Kochinke aus Mainz an der chronisch rheumatischen, entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung Morbus Bechterew. Morbus Bechterew ist nicht heilbar und äußerst schmerzhaft und so wich er den Schmerzen aus, ging in eine Schonhaltung, wobei die Wirbelsäule in dieser krummen Stellung versteifte. Als junger Mann mit krummer Wirbelsäule zu leben erforderte viel Kraft. Einzig regelmäßige Krankengymnastik und medikamentöse Therapie halfen. Trotzdem war er mit vielen Problemen alleine – wie viele andere Morbus Bechterew-Erkrankte.

Deswegen gründete Ludger Maria Kochinke im Jahr 1986 den Landesverband Rheinland-Pfalz der ehrenamtlich arbeitenden Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew. Es gab damals nur neun Gruppen landesweit. Jetzt sind es 25 Gruppen, deren wichtigste Gruppenaktivität die regelmäßige Krankengymnastik sowie die Weitergabe und der Austausch von Informationen über die Krankheit und deren Behandlung sind.

Der Landesverband hat das Ziel, Hilfen zur Krankheitsbewältigung durch Selbsthilfe zu geben, bestehende Versorgungsschwächen im Gesundheitssystem zu mildern und möglichst auszugleichen. Erkrankte erhalten hier eine Plattform zum Erfahrungsaustausch, Informationen über die Möglichkeiten und Hilfen zur Bewältigung ihrer Krankheit, Auskunft über notwendige spezifische Therapie- und Bewegungsangebote in der Gruppe, die zur Erhaltung der Beweglichkeit beitragen. Sie finden Rat und Unterstützung bei krankheitsbedingten Problemen im Alltag - daheim und am Arbeitsplatz - sowie Angebote zur Vermeidung drohender Isolation.

Am Samstag, 5. April 2008, treffen sich in Mainz zum 21sten Mal die Delegierten der Selbsthilfegruppen des Landes zu einer Informationsveranstaltung und satzungsgemäß zur Neuwahl des Landesvorstandes. Damit die Arbeit für die Morbus Bechterew-Erkrankten kontinuierlich und gezielt weitergehen kann, soll der Vorstand verjüngt werden. Auch in den Gruppen ist die Altersstruktur ein wichtiges Thema, denn die Mitglieder werden immer älter und die jungen Erkrankten finden sich leider nicht zu gemeinsamen Gruppen zusammen. In der Gruppe können sich die Erkrankten aber gegenseitig helfen und in schweren Momenten auffangen. Die Erkrankung zwingt die Betroffenen zu regelmäßiger spezieller Gymnastik. Diese wirklich jede Woche durchzuführen, erfordert viel Disziplin. In der Gruppe ist dies leichter. Auf dieser Delegiertenversammlung geht es deshalb auch um das Thema Öffentlichkeitsarbeit. Wie finden Erkrankte die Informationen über Morbus Bechterew und wie kann die Hilfe sie erreichen? Wie müssen sie sich selbst dabei engagieren? Betroffene sind herzlich eingeladen. Informationen gibt es am Infostand und bei den Vertretern der örtlichen Gruppen.
Informationen zu dieser Tagung am 5. April 2008 ab 10:00 Uhr in der Gaststätte Otto Schott, Karlsbaderstraße 23, Mainz-Gonsenheim erhalten Interessierte beim Landesvorsitzenden Winfried Wagner, Tel.: 06136/46167, E-Mail: wagner@dvmb-rlp.de oder im Internet unter www.dvmb-rlp.de .

Diese Pressemitteilung zur Delegiertenversammlung 2008 finden Sie im Internet unter http://www.dvmb-rlp.de -> Landesverband -> Pressemitteilungen 2008

Verantwortlich für diese Pressemitteilung Ludger Maria Kochinke,
Mitglied im Vorstand der DVMB für Öffentlichkeitsarbeit, Gartenfeldstr. 21, 55118 Mainz, Tel.: 06131/612311, kochinke @ dvmb-rlp.de

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