Pressemitteilung Februar 2011

Ein Viertel Jahrhundert Morbus Bechterew
25 Jahre Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew - Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.

Der Landesverband der DVMB (Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew) wurde 1986 in Mainz-Hechtsheim gegründet. Damals gab es in Rheinland-Pfalz neun Selbsthilfegruppen für Morbus Bechterew-Erkrankte, eine davon in Mainz.

Die Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Landesverbandes Rheinland-Pfalz e. V. der DVMB, findet am 2. April 2011 im Bürgerhaus Mainz-Finthen statt. Gleichzeitig ist dieser Tag auch der 9. Morbus- Bechterew-Tag und am Nachmittag treffen sich die Delegierten zur 25. Ordentlichen Landesdelegiertenversammlung. Schirmherrin ist die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen. Als Ehrengäste werden u. a. erwartet: Ottmar Miles-Paul, Landesbehindertenbeauftragter; Jens Beutel, Oberbürgermeister der Stadt Mainz; Franz Gadenz, Bundesvorsitzender der DVMB; Dr. Ulf Droste, Präsident der Deutschen Rheumaliga, LV Rheinland-Pfalz; Wolfgang Krause, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Vertreter der KISS und der LAG Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz; Elfriede Schmidt, Landesvorsitzende der DVMB Hessen; Gerhard Werner, Landesvorsitzender der DVMB Saarland; Dr. Peter Härle, der ärztliche Berater des Landesverbandes und die bisherigen Landesvorsitzenden.
Auf dem Festprogramm steht vormittags ein fachärztlicher Vortrag. Bernhard Kübler-Nolde, Psychologischer Psychotherapeut an der Karl-Aschoff-Klinik in Bad Kreuznach, wird zum Thema „Schmerzbewältigung bei Morbus Bechterew“ referieren. Alle Morbus Bechterew-Erkrankten und Interessierten sind herzlich eingeladen, am Vortrag und an der Diskussion teilzunehmen.
Im Rahmenprogramm am Nachmittag werden drei verschiedene Stadtführungen angeboten:
Auf Gutenbergs Spuren, Mainzer Stadtrundgang, Isis- und Mater Magna-Tempel.

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Die Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) ist eine schmerzhafte, chronisch verlaufende entzündlich-rheumatische Erkrankung, die sich vor allem an der Wirbelsäule auswirkt. Entzündungen der Wirbelgelenke, der Gelenke zwischen Wirbeln und Rippen sowie zwischen Kreuz- und Darmbein können (müssen aber nicht) zur Verknöcherung der Gelenkumgebung und zur knöchernen Überbrückung der Gelenke führen. Die Folge kann eine teilweise, im Endstadium auch vollständige Versteifung sein, oft in mehr oder weniger nach vorn gebeugter Haltung (Kyphose), und außerdem eine Brustkorbstarre, die das Atemvolumen einschränkt. Die Krankheit beginnt meistens zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr. Sie verläuft in Schüben und individuell unterschiedlich. Phasen hoher Krankheitsaktivität mit erheblichen Schmerzen, Abgeschlagenheit und manchmal auch Fieber wechseln mit solchen relativen Wohlbefindens. Gelenke außerhalb der Körperachse, Sehnenansätze (z. B. der Achillessehne), Augen (Regenbogenhautentzündung) und innere Organe können mitbetroffen sein.

Die Bechterewsche Erkrankung ist bis heute mit gängigen Therapieverfahren nicht heilbar. Die Behandlung muss also mehr oder weniger das ganze Leben lang fortgeführt werden. Insbesondere muss lebenslang auf eine aufrechte Haltung und genügend Bewegung geachtet werden.

Grundsätzlich ist eine ambulante fachärztliche Betreuung durch einen Rheumatologen angezeigt. Das A und O der Morbus-Bechterew-Therapie ist die regelmäßige Krankengymnastik. Die täglichen Bewegungsübungen werden am besten morgens durchgeführt, damit sie gleichzeitig gegen die Morgensteifigkeit und die damit zusammenhängenden Schmerzen helfen. Vor allem in Phasen erhöhter Krankheitsaktivität gehören viel Kraft und Energie dazu, die Übungen konsequent durchzuhalten, damit die Beweglichkeit erhalten bleibt. Als Maßnahme zur Erhaltung der Beweglichkeit ist eine intensive physikalische Therapie erforderlich: Krankengymnastik in Einzelbehandlung entsprechend ärztlicher Verordnung, mindestens bei Patienten mit peripherer Gelenkbeteiligung oder progressiver Wirbelsäulenversteifung und bei einer Kontraindikation von Gruppentherapie, möglichst stetige Durchführung der in der Einzelbehandlung erlernten und auf das Krankheitsstadium zugeschnittenen Bewegungsübungen zu Hause, kontinuierliche Bewegungstherapie in speziellen Morbus-Bechterew-Therapiegruppen unter Leitung qualifizierter Physiotherapeuten Natürlich beeinflusst auch das Verhalten im Alltag den Krankheitsverlauf ganz entscheidend. Dazu gehört vor allem die sorgfältige Beachtung der Körperhaltung und das Trainieren der Kondition. Auch eine positive Lebenseinstellung kann viel bewirken. Erwiesen ist: Fröhliche Menschen halten sich aufrechter!

Das Leitmotiv der DVMB lautet:
Bechterewler brauchen Beratung, Bewegung und Begegnung.

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Alle Daten
25 Jahre Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew - Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
gegründet 8.11.1986, Festveranstaltung am 2.4.2011
im Bürgerhaus Mainz-Finthen
Begrüßung, Feier, Vortrag 09:45 Uhr – 12:00 Uhr
Delegiertenversammlung 13:30 Uhr – 16:30 Uhr
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Die Presse ist eingeladen, sich ab 12:00 Uhr in einer kleinen Runde zu informieren.
Der ärztliche Berater und der Landesvorsitzende Jürgen Seifert werden für Fragen zur Erkrankung Morbus Bechterew zur Verfügung stehen. Pressemappen liegen aus.

Die Pressemitteilung und Informationen zu Morbus Bechterew finden Sie auch im Internet unter http://www.dvmb-rlp.de -> Landesverband -> Presse
Verantwortlich für diese Pressemitteilung:
Ludger Maria Kochinke, Mitglied im Vorstand der DVMB für Öffentlichkeitsarbeit, Gartenfeldstraße 21, 55118 Mainz, Tel.: 0157 72879873, kochinke @ dvmb-rlp.de




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