Pressemitteilung November 2005

Hilfe bei Morbus Bechterew

Der Herbst ist da und macht Morbus-Bechterew-Erkrankten schwer zu schaffen. Der Wetterwechsel geht auf die Knochen und die Beschwerden werden wieder stärker. Die Erkrankten lassen sich oft in eine Schonhaltung fallen - zwar gut gegen die Schmerzen, aber schlecht für die Gesundheit.

Der zum rheumatischen Formenkreis zählende Morbus Bechterew ist eine chronisch entzündliche, sehr schmerzhafte Wirbelsäulenerkrankung mit einer starken Neigung zur Versteifung und Verknöcherung. Der Verlauf ist bei jedem Erkrankten verschieden. Es ist immer noch sehr langwierig, bis die Diagnose Morbus Bechterew gestellt werden kann, an dem laut Angaben der Rheumatologen 2% der Bevölkerung leiden. Die Symptome können unter anderem von Fersenschmerz über Ischiasschmerz, Rückenschmerz bis zu einer Entzündung des Auges gehen. Es vergehen immer noch drei bis fünf Jahre, bis der Erkrankte weiß, welche Krankheit er hat und welche Therapie für ihn richtig wäre. Morbus Bechterew ist nicht heilbar. Medikamentöse Therapien dienen neben der Schmerzreduzierung auch der Entzündungshemmung und sind in aller Regel mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen verbunden. Sehr wichtig sind für Morbus-Bechterew-Patienten regelmäßige krankengymnastische Übungen unter der Anleitung erfahrener Therapeuten zur Verbesserung oder zumindest zum Erhalt der (Rest-) Beweglichkeit.

Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) ist eine ehrenamtlich geführte Selbsthilfevereinigung. Der Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. bietet in 27 Selbsthilfegruppen den Morbus-Bechterew-Patienten unter anderem eine wohnortnahe Betreuung an sowie Informationen über medizinische, sozial- und versicherungsrechtliche Fragen. Alle Selbsthilfegruppen-Angebote der DVMB lassen sich zusammenfassen unter dem Leitspruch:
Bechterewler brauchen Bewegung, Begegnung und Beratung!

Interessierte Leser finden Informationen über Morbus Bechterew bei der DVMB,
c/o Winfried Wagner, Landesvorsitzender, Pfarrer-Bensheimer-Str. 1a, 55129 Mainz, Tel.: 06136/46167, E-Mail: Wagner@dvmb-rlp.de oder im Internet unter www.dvmb-rlp.de .

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